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Von uns verwendete Architekturwörter (die Nicht-Architekten möglicherweise nicht verstehen)

In der Architekturwelt werden bestimmte Wörter so häufig verwendet, dass sie völlig selbstverständlich wirken – bis jemand, der nicht auf dem Gebiet tätig ist, sie hört. Diese Wörter sollen nicht verwirrend sein, sind es aber oft. Sie gehören zu einem Fachvokabular, das Architekten, Designer und Bauherren verwenden, um präzise über Raum, Struktur, Materialien und Design zu sprechen. In der Fachsprache wird diese Sprache als „Jargon“ bezeichnet.

Fachjargon ist nicht schlecht – er hilft Fachleuten, schnell und präzise zu kommunizieren. Im Gespräch mit Kunden, Partnern oder der Öffentlichkeit ist es jedoch wichtig, dass diese Begriffe klar verstanden werden. Diese Liste enthält 100 gängige Architekturbegriffe mit jeweils einer kurzen, einfachen Definition. Sie ist ein Nachschlagewerk für alle, die die Sprache der Architektur besser verstehen möchten.

A. Standort und Planung

  1. Masse: Die allgemeine Form und Größe eines Gebäudes, bevor Details hinzugefügt werden.
  2. Rückschlag: Der erforderliche Abstand eines Gebäudes zur Grundstücksgrenze oder Straße.
  3. Sockel: Eine Basis oder Plattform, die ein Gebäude oder eine Struktur stützt.
  4. Datum: Ein fester Bezugspunkt zum Messen von Erhebungen oder Höhen.
  5. Topographie: Die natürliche Neigung und Form des Geländes auf einem Gelände.
  6. Erhaltung: Das Niveau der Bodenoberfläche um ein Gebäude.
  7. Maße: Die von einem Gebäude bedeckte Grundstücksfläche.
  8. Erleichterung: Rechtliche Erlaubnis zum Betreten eines Teils eines Grundstücks für Versorgungseinrichtungen oder den Zugang.
  9. Hardscape: Unbelebte Außenflächen wie Stein, Beton oder Pflastersteine.
  10. Softscape: Lebende Landschaftselemente wie Gras, Bäume und Sträucher.

B. Form & Fassade

  1. Fensterung: Die Anordnung von Fenstern und Öffnungen an einem Gebäude.
  2. Verkleidung: Die äußere Schicht oder Haut eines Gebäudes, beispielsweise Metall- oder Holzplatten.
  3. Vorhangfassade: Ein Glaswandsystem, das keine statische Last trägt.
  4. Überdachung: Ein Dach oder eine Abdeckung, die Schutz über einem Eingang oder Gehweg bietet.
  5. Fassade: Die Vorder- oder Außenseite eines Gebäudes.
  6. Leere: Ein absichtlich offener Raum innerhalb oder um ein Gebäude herum.
  7. Verglasung: Das Glas in Fenstern, Türen oder Wandsystemen.
  8. Sturz: Ein Balken über einer Öffnung wie einer Tür oder einem Fenster.
  9. Geländer: Eine niedrige Schutzmauer am Rand eines Daches.
  10. Verraten: Eine kleine vertiefte Kante, die eine Schattenlinie oder einen optischen Bruch erzeugt.

C. Materialien und Montage

  1. Aggregat: Schotter, Kies oder Sand zur Verwendung in Beton oder Oberflächen.
  2. Verbundbalken: Ein Stahlbetonträger, der Mauerwerk verstärkt.
  3. Ummantelung: Eine Schicht aus Brettern oder Platten, die die Basis für ein Dach oder eine Außenverkleidung bildet.
  4. Thermische Trennung: Ein Material, das die Wärmeübertragung zwischen Innen- und Außenflächen stoppt.
  5. Membran: Eine dünne Schicht zum Abdichten von Dächern oder Wänden.
  6. Finish: Die abschließende Oberflächenbehandlung wie Farbe, Fliesen oder Beize.
  7. Normschliff: Die Linie, an der zwei Materialien oder Bauteile aufeinandertreffen.
  8. Dehnungsfuge: Ein Spalt, der es Materialien ermöglicht, sich zu bewegen, ohne zu reißen.
  9. Brandschutz: Material zum Abdichten von Lücken und Verlangsamen der Brandausbreitung.
  10. Leibung: Die Unterseite eines Dachüberhangs oder Deckendetails.

D. Zeichnungen und Darstellung

  1. Abschnitt: Eine Zeichnung, die ein Gebäude aufschneidet, um Innenräume darzustellen.
  2. Anbauhöhe: Eine flache Zeichnung einer Seite eines Gebäudes oder Raums.
  3. Axonometrisch: Eine 3D-Zeichnung ohne realistische Perspektive.
  4. Rendering: Ein visuelles Bild eines Designs, oft fotorealistisch.
  5. Diagramm: Eine einfache Zeichnung, die ein Konzept oder einen Prozess erklärt.
  6. Titelblock: Die Beschriftung auf Zeichnungen mit Projektdetails, Daten und Maßstäben.
  7. Detailzeichnung: Eine vergrößerte Zeichnung, die zeigt, wie die Teile zusammenpassen.
  8. Aufbieten, ausrufen, zurufen: Eine Notiz oder ein Symbol, das auf eine zugehörige Zeichnung oder ein Detail verweist.
  9. Luke: Ein Muster in Zeichnungen zur Darstellung von Materialien oder Oberflächen.
  10. Nordpfeil: Ein Symbol, das angibt, in welcher Richtung auf einer Zeichnung Norden ist.

E. Raum und Zirkulation

  1. Verkehr: Die Art und Weise, wie sich Menschen durch ein Gebäude oder einen Raum bewegen.
  2. Programm (kann in Englisch und Deutsch durchgefuehrt werden) Eine Liste der Räume oder Nutzungen, die ein Gebäude enthalten muss.
  3. Schwelle: Der Punkt, an dem ein Raum in einen anderen übergeht.
  4. Hierarchie: Die Reihenfolge der Wichtigkeit oder Größenordnung zwischen verschiedenen Räumen.
  5. Transparenz: Wie optisch offen oder durchsichtig ein Raum ist.
  6. Porosität: Wie offen oder durchlässig eine Gebäudeform ist.
  7. Komprimieren und Entspannen: Eine Designtechnik, die enge und offene Räume zur Erzielung einer Wirkung nutzt.
  8. Achse: Eine unsichtbare Linie, die zum Organisieren von Räumen oder Formen verwendet wird.
  9. Teil: Die Grundidee oder das Konzept hinter einem Design.
  10. Modul: Eine wiederholte Einheit, die zur Organisation von Raum oder Struktur verwendet wird.

F. Struktur und Unterstützung

  1. Belastbarkeit: Eine Wand oder ein Element, das Gewicht darüber trägt.
  2. Spanne: Der Abstand zwischen zwei Strukturstützen.
  3. Balken: Ein horizontaler Balken, der einen Boden oder eine Decke stützt.
  4. Breite: Ein Strukturelement, das Lasten über eine Öffnung hinweg trägt.
  5. Säule: Ein vertikales Element, das eine Last von oben trägt.
  6. Scherwand: Eine Wand, die horizontalen Kräften wie Wind oder Erdbeben standhält.
  7. Momentrahmen: Ein Rahmen, der Biegung und seitlichen Kräften standhält.
  8. Fachwerk: Ein dreieckiges Strukturgerüst für Dächer oder Brücken.
  9. Verspannung: Diagonale Elemente, die ein Schwanken oder Einstürzen der Struktur verhindern.
  10. Platte: Ein flaches Stück Beton, das normalerweise für Fußböden oder Dächer verwendet wird.

G. Innenausstattung und Einrichtung

  1. Tischlerarbeiten: Individuelle Einbauholzarbeiten wie Schränke, Regale oder Zierleisten.
  2. Voutenbeleuchtung: Sanfte, versteckte Beleuchtung in Deckennischen oder Wänden.
  3. Fußleiste: Ein Zierstück entlang der Unterseite von Innenwänden.
  4. Gesims: Dekorative Formgebung an der Oberkante einer Wand oder eines Gebäudes.
  5. Nische: Eine kleine Nische in einer Wand zur Dekoration oder Aufbewahrung.
  6. Schott: Eine abgehängte Decke, um Leitungen oder Lichter zu verbergen.
  7. Pilaster: Eine flache Säule, die leicht aus einer Wand herausragt.
  8. Querbalken: Ein Fenster über einer Tür oder einem anderen Fenster.
  9. Leuchter: Eine an einer Wand montierte Leuchte.
  10. Sockel enthüllen: Ein sauberes, vertieftes Sockeldetail zwischen Boden und Wand.

H. Nachhaltigkeit und Leistung

  1. U-Wert: Ein Maß dafür, wie viel Wärme durch ein Material dringt (niedriger = bessere Isolierung).
  2. R-Wert: Ein Maß für den Widerstand gegen Wärmefluss (höher = bessere Isolierung).
  3. Wärmebrücke: Eine Stelle, an der Wärme durch die Gebäudehülle entweicht.
  4. Passive Solarenergie: Nutzung von Sonnenlicht und Gebäudedesign zur natürlichen Beheizung eines Raumes.
  5. Tageslicht: Verwenden Sie natürliches Licht, um Innenräume aufzuhellen.
  6. Netto-Null: Ein Gebäude, das so viel Energie produziert, wie es verbraucht.
  7. Gründach: Ein bepflanztes Dach, das zur Isolierung und zum Schutz vor Regenwasser beiträgt.
  8. Graues Wasser: Wiederverwendetes Wasser aus Waschbecken, Duschen oder der Wäsche.
  9. Hüllkurvenleistung: Wie gut die Gebäudehülle Hitze, Luft und Wasser widersteht.
  10. Luftwechsel pro Stunde (ACH): Wie oft wird die Raumluft durch Frischluft ersetzt.

I. Vorschriften und Bau

  1. Ausgang: Eine sichere und legale Möglichkeit, im Notfall ein Gebäude zu verlassen.
  2. Fluchtwege: Der gesamte Weg von jedem Punkt im Inneren nach außen.
  3. Belegungslast: Die maximale Anzahl an Personen, die sich in einem Raum aufhalten dürfen.
  4. Brandschutzklasse: Die Zeit, die ein Material oder eine Baugruppe Feuer standhalten kann.
  5. Scheren: Seitliche Kraft, die ein Material in entgegengesetzte Richtungen drückt.
  6. Eigengewicht: Das Gewicht der Gebäudestruktur selbst.
  7. Nutzlast: Das Gewicht von Personen, Möbeln oder temporären Gegenständen.
  8. Zoning: Lokale Vorschriften darüber, welche Arten von Gebäuden wohin gebaut werden dürfen.
  9. Genehmigungssatz: Zur Genehmigung durch die Stadt wurde ein vollständiger Satz Zeichnungen eingereicht.
  10. Ist-Zustand: Zeichnungen, die den endgültigen, gebauten Zustand eines Projekts zeigen.

J. Theorie & Designsprache

  1. Tektonisch: Eine Möglichkeit zu beschreiben, wie Struktur und Materialien im Design zum Ausdruck kommen.
  2. Typologie: Eine Gebäudekategorie, die auf Form oder Funktion basiert.
  3. Monolithisch: Ein Design oder Material, das wie eine durchgehende Masse erscheint.
  4. Kontext: Ein Design, das auf seine physische oder kulturelle Umgebung reagiert.
  5. Überwachungsraum: Die kleinen Zwischenräume zwischen Räumen oder Gebäudesystemen.
  6. Teil-zum-Ganzen: Ein Konzept, bei dem kleinere Elemente klar mit einer größeren Form in Beziehung stehen.
  7. Adaptive Wiederverwendung: Wiederverwendung eines alten Gebäudes für einen neuen Zweck.
  8. Negativer Raum: Der leere oder offene Raum um und zwischen Objekten.
  9. Choreografie: Planen, wie sich Menschen durch einen Raum bewegen, beispielsweise bei einer Aufführung.
  10. Kritischer Regionalismus: Ein architektonischer Ansatz, der den lokalen Kontext mit modernem Design verbindet.

Das ist ein Wrap! Das Verständnis dieser Begriffe hilft, die Kluft zwischen Architekten und allen anderen an der Gestaltung von Gebäuden und Räumen Beteiligten zu überbrücken. Eine klare Sprache ermöglicht bessere Designgespräche – und insgesamt bessere Projekte. Architektur ist für alle da.

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